I 🎄 Warsaw

Lesedauer: etwa 8 Minuten

Die Zeit zwischen Neujahr und dem ersten Arbeitstag ist auch immer eine Zeit des Sammelns frischer KrĂ€fte nach den anstrengenden Feiertagen. Dieses Jahr fiel diese Zeit dank ĂŒberschĂŒssiger Urlaubstage glĂŒcklicherweise recht lang aus, so dass ich kurzerhand beschloss, ein paar Tage in Warschau zu verbringen.

Mit blau-weißen Socken gegen den Abreisestress

Lesedauer: etwa 6 Minuten

Der Abreisetag. An der Aufregung kann es nicht gelegen haben, dass ich um 5:30 Uhr wach war. Auch tönten keine Sirenen, sondern vielmehr bretterte eine Boeing 787-9 Dreamliner in gefĂŒhlt 100 Metern Flughöhe ĂŒber mein Haus. An Weiterschlafen war nicht mehr zu denken, denn wenige Minuten folgte eine 777 aus Bangkok. Dank intensiver Studien von flightradar24, das ich wĂ€hrend der allabendlichen Terrassensitzung und die ankommenden Flieger betrachtend fortwĂ€hrend scannte, erkenne ich die Fluggesellschaften grĂ¶ĂŸtenteils von unten anhand ihrer Bemalung. Die El Al-Maschinen zeichnen sich ĂŒbrigens dadurch aus, dass ihr Bauch der eines Haifischmauls Ă€hnelt – was immer das auch bedeutet.

Bleaching the clean. Cleaning the beach.

Lesedauer: etwa 4 Minuten

Gestern war Todds Geburtstag. Helau! Also ging ich vorher auf den Markt, um eine Kleinigkeit zu besorgen, die ich ihm dann mit einer aus seinem Regal gemopsten Kerze ĂŒberreichen wollte. Er mag Kaffee und was liegt da nĂ€her, als diesen bei Micki zu erwerben. Dies verband ich gleich noch, um meinem Lieblingsbarista Lebewohl zu sagen. Denn morgen geht schon mein RĂŒckflug.

Israel is real

Lesedauer: etwa 4 Minuten

Es kommt nicht von ungefÀhr, dass Israel schnell mal mit Isreal auf der Tastatur verrutscht. Zufall oder nicht?

So ganz von der Hand weisen lĂ€sst sich dies nicht, denn der Israeli ist sehr real, sehr echt. Er erscheint ruppig. In der LautstĂ€rke, in der er sich unterhĂ€lt, in der Phonetik der Sprache, die er spricht, in den ausladenden Gesten, die er macht, in der Körpersprache, in der er kommuniziert. Immer schwingt etwas latent Rabiates fĂŒr das sensible mitteleuropĂ€ische GemĂŒt mit.

„HaShalom“ – „WAS? Ich kann dich nicht verstehen.“

Lesedauer: etwa 5 Minuten

„Und so wie New York das Tor nach Amerika symbolisiert, so mĂŒssen wir unsere Stadt entwickeln und eines Tages wird sie das New York von Erez Israel sein.“

Dies schrieb Akiva Weiss im Jahre 1906, einer der GrĂŒndervĂ€ter Tel Avivs, drei Jahre bevor das erste Haus errichtet wurde. Von der Vielfalt und Einzigartigkeit der Stadt konnte ich mich heute erneut ĂŒberzeugen.

L’chaim!

Lesedauer: etwa 5 Minuten

Der Tag begann turbulent. War ich sonst immer so gegen 6:30 Uhr wach, riss mich um 8:00 Uhr Sirenengeheul aus dem Bett. Eine unmittelbare Bedrohung lag ĂŒber der Stadt und das Signal bedeutete, dass sich die Bevölkerung in nahegelegene Sicherheitszonen begeben soll. Oder zumindest nicht das Haus verlassen. Dies kannte ich bereits von meinem ersten Aufenthalt und nachdem nach etwa 5 Minuten die Sirene erlosch, hörte ich zwei dumpfe GerĂ€usche, Ă€hnlich dessen, wenn jemand eine AutotĂŒr zuschlĂ€gt: Entweder gab es irgendwo einen Einschlag oder der Iron Dome hatte ganze Arbeit geleistet.

Die Straßen von Jaffa

Lesedauer: etwa 5 Minuten

Gestern Abend machte ich etwas ganz VerrĂŒcktes. Im Schutze der Dunkelheit zog ich heimlich die Socken aus (bzw. gar nicht erst an) und ging mit Schlappen an den Strand, um schließlich barfuß durch das Meer zu stapfen! Hoffentlich hat mich niemand gesehen und petzt. Interessanterweise ist das Mittelmeer bedeutend wĂ€rmer gewesen als der Strand, welcher schon eine gewisse KĂŒhle einnahm. Ich ließ mir das heute von Todd erklĂ€ren, der mich morgens auf einen Kaffee einlud.