Posts in Category: Urban

Auf der Suche nach dem Rubensdiamanten: in Antwerpen

Lesedauer: etwa 7 Minuten

Zugbindung aufgehoben.“ ist eine Pushmitteilung, die man vor Antritt einer Reise mit mehreren Umstiegen und einer voraussichtlichen Ankunft zu nachtschlafender Zeit nicht unbedingt lesen möchte.

Dennoch scheute ich das Risiko nicht und stieg in einen Zug, der mich von Düsseldorf nach Köln, von Köln nach Brüssel und von dort weiter nach Norden bringen sollte. Denn es geht für ein paar Tage in die Diamantenhauptstadt der Welt: nach Antwerpen. Bling-bling. Ich kannte Belgien bislang aus der Scheibe eines Reisebusses nach London irgendwann in den 90ern und einem Zwischenstopp auf dem Flughafen Brüssel. Es galt also für mich als Transitland – Zeit, dies zu ändern.

It’s a Mad Ritt. Madrid in 10 Tagen.

Lesedauer: etwa 22 Minuten

Sicherheitshinweis: Ich hoffe, Sie haben gut gefrühstückt oder sich Brote geschmiert. Denn es dauert etwas länger und startet ohne Vorgeplänkel.

Ich steige an einem lauschigen Oktobertag gemeinsam mit 189 anderen Reisewilligen in ein Flugzeug, das mich in drei Stunden nach Madrid bringt – eine Stadt, die viel verheißt, viel verspricht, viel Unbekanntes in sich birgt. Zumindest für mich. Ähnlich verheißungsvoll war die Zeit dreier Damen, die hinter mir saßen und offenbar einen fantastischen Abend in Berlin hatten. Sie sorgten mit ihren Ausdünstungen der Nacht jedenfalls für eine interessante olfaktorische Reiseerfahrung. Unter einer süßlich alkoholschwangeren Wolke torkelte also das Flugzeug auf die spanische Hauptstadt zu: Bienvenido a Madrid.

Balenciaga in Valencia

Lesedauer: etwa 7 Minuten

Es ist 22:41 Uhr und ich sitze an einem verwaisten Flughafen in Valencia. Wie konnte das geschehen? Nun, der Rückflug nach Berlin geht um 5:45 Uhr und der öffentliche Personennahverkehr der Stadt kommt zwischen 22:00 Uhr und 5:00 Uhr nahezu zum Erliegen. Zudem ist mein Vertrauen in das hiesige Taxigewerbe nicht groß genug, nachts eine Droschke zu erwischen, geschweige denn, dass ein vorbestelltes wirklich zur gegebenen Uhrzeit vor meiner Haustür steht. Mag antiquiert klingen, aber so habe ich nun wenigstens sieben Stunden Zeit, meine Eindrücke aus einer Woche Aufenthalt in Valencia minutiös niederzuschreiben.

Für diejenigen, die kein Freund langer Text sind: Es war fantastisch!

Und für diejenigen, die sich an ausführlicheren Texten laben sind folgende Zeilen gerichtet.

Lisboa Noite

Lesedauer: etwa 2 Minuten

Es begann im November vergangenen Jahres mit einem „Lisbom Dia“. Ich kam an einen Sehnsuchtsort, der mich zurück in seinen Bann zog und nicht mehr los ließ. So sehr, dass ich ihn seither vier weitere Male besuchte. Es heißt nun, Abschied zu nehmen. Und vor allem dankbar zu sein. Dankbar, dass ich 11 Wochen dein Gast sein durfte und dich erleben, beleben und leben durfte.

Lisboa Menina e Moça

Lesedauer: etwa 11 Minuten

Es ist dienstags 0:44 Uhr, die Stadt menschenleer. Lediglich ein einzelner Mensch ist unterwegs, der sich müde die letzte Pecantasche aus der Auslage des Spätis holt und in die letzte S-Bahn des Tages steigt. Ziel BER Terminal 1–2. Keine Nachtschwärmer, kein Partyvolk, welches torkelnd den Gehweg einnimmt. Dieser Mensch fährt allein durch die Nacht, einzig die Stationsdurchsagen in der S-Bahn durchbrechen die angenehme Stille. Meine Stille.

Einfach nur leiwand

Lesedauer: etwa 6 Minuten

Im Pratergarten prasseln mittlerweile die Kastanien von den Bäumen. Es riecht nach herabfallendem Laub, aufgeweichtem Boden, frisch gerösteten Maronen. Ich kam im Sommer nach Wien und ging im Herbst. Dazwischen lagen keine drei Wochen. Und jetzt sitze ich im Railjet, der mich in 8 ½ Stunden wieder in Berlin ausspuckt. Zeit für ein kleines Resümee.

Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen?

Lesedauer: etwa 2 Minuten

Als ich mich kürzlich mit einem alten Bekannten traf – Sie wissen schon – berichtete dieser mir, wie er vor über 20 Jahren nach Wien gekommen ist. Er lief bei Nacht durch die Stadt und hörte diesen Gassenhauer von Rainhard Fendrich. Es war um ihn geschehen und er wollte nicht mehr weg. Fendrich als Einstiegsdroge, interessant. Ich wollte auch diesen Rausch, also flux das Mixtape von Klassik auf Fendrich gewechselt, Kopfhörer eingestöpselt und rein in die Nacht.