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Tel Aviv, ein Resümee

Lesedauer: etwa 6 Minuten

Vor ziemlich genau vier Wochen saß ich abends im Sand, den Rücken an einen Pfahl gelehnt, gerade angekommen, auf das Meer blickend und kann mich noch an den ersten Satz erinnern, den ich mir sagte: „Das ist jetzt deine Heimat für die nächsten vier Wochen.” Es war ein gemischtes Gefühl bestehend aus dem Reiz des großen Unbekannten, was nun auch mich zukommt, einer gewissen Neugier, allein all die Tage zu gestalten und der freudigen Erwartung, mit aller Zeit in eine andere Welt einzutauchen.

Ein Gefühl, was sich selbst nach vier Wochen noch ganz nah anfühlt. Gefühlt war es gestern. Zeit für ein kleines Resümee.

Salzig schmeckt der Wind

Lesedauer: etwa 4 Minuten

…hol die Buddel aus dem Spind //
und auch dein Akkordeon! //
Singen wir Lieder auf das Meer, //
auf die Liebe, bittesehr!

https://www.youtube.com/watch?v=vP-cNZmbZhI

Doch der Reihe nach. Tag 3 und ich kann mein drittes hebräisches Wort: Lachaim, was so viel heißt wie „Prost, auf das Leben“. Wenn das in diesem Tempo weitergeht, bestehe ich kurz vor der Rente den israelischen TOEFL-Test.

Der Morgen begann stürmisch. Durch die Ost-Süd-West-Ausrichtung der Terrasse, die meine Wohnung umgibt, pfiff leise der Wind durch die Fensterritzen. Pffffzzzzzzz. Aus dem leisen Wind wurde eine steife Brise, als ich die Terrassentür öffnete und die Außenwelt betrat. Fast schien es, als peitschten die Wellen gegen das Gebälk. Salzig schmeckt der Wind. Der Spuk war nach kurzer Zeit vorbei und nun übernahm einzig der Sonnenwind die Kontrolle. Also flux Teewasser aufgesetzt, die kurze Hose angezogen, die traditionell bejeansten Albinobeine mit der gestern noch erworbenen Sonnenmilch eingesprüht und mit dem Brühgetränk ein Sitzmobiliar eingenommen. Der Tag kann reifen.

Von TXL nach TLV

Lesedauer: etwa 3 Minuten

Eine seltsame Stimmung macht sich breit: Es ist der erste sonnige Tag seit langem in Berlin, ich muss zum ungewohnten Gate B20 in Tegel und bereits vor der Sicherheitskontrolle meinen Pass zeigen. Ich habe einen freien Platz neben mir im Flugzeug, obwohl durch die Lautsprecher gesagt wurde, dass wir ausgebucht sind. Vor mir liegt eine vierwöchige Reise ins Ungewisse. Ein Teller Viev.