Posts Tagged: Reisetagebuch

I ­čÄä Warsaw

Lesedauer: etwa 8 Minuten

Die Zeit zwischen Neujahr und dem ersten Arbeitstag ist auch immer eine Zeit des Sammelns frischer Kr├Ąfte nach den anstrengenden Feiertagen. Dieses Jahr fiel diese Zeit dank ├╝bersch├╝ssiger Urlaubstage gl├╝cklicherweise recht lang aus, so dass ich kurzerhand beschloss, ein paar Tage in Warschau zu verbringen.

Tel Aviv, ein Res├╝mee

Lesedauer: etwa 6 Minuten

Vor ziemlich genau vier Wochen sa├č ich abends im Sand, den R├╝cken an einen Pfahl gelehnt, gerade angekommen, auf das Meer blickend und kann mich noch an den ersten Satz erinnern, den ich mir sagte: ÔÇ×Das ist jetzt deine Heimat f├╝r die n├Ąchsten vier Wochen.ÔÇŁ Es war ein gemischtes Gef├╝hl bestehend aus dem Reiz des gro├čen Unbekannten, was nun auch mich zukommt, einer gewissen Neugier, allein all die Tage zu gestalten und der freudigen Erwartung, mit aller Zeit in eine andere Welt einzutauchen.

Ein Gef├╝hl, was sich selbst nach vier Wochen noch ganz nah anf├╝hlt. Gef├╝hlt war es gestern. Zeit f├╝r ein kleines Res├╝mee.

Salzig schmeckt der Wind

Lesedauer: etwa 4 Minuten

ÔÇŽhol die Buddel aus dem Spind //
und auch dein Akkordeon! //
Singen wir Lieder auf das Meer, //
auf die Liebe, bittesehr!

https://www.youtube.com/watch?v=vP-cNZmbZhI

Doch der Reihe nach. Tag 3 und ich kann mein drittes hebr├Ąisches Wort: Lachaim, was so viel hei├čt wie ÔÇ×Prost, auf das LebenÔÇť. Wenn das in diesem Tempo weitergeht, bestehe ich kurz vor der Rente den israelischen TOEFL-Test.

Der Morgen begann st├╝rmisch. Durch die Ost-S├╝d-West-Ausrichtung der Terrasse, die meine Wohnung umgibt, pfiff leise der Wind durch die Fensterritzen. Pffffzzzzzzz. Aus dem leisen Wind wurde eine steife Brise, als ich die Terrassent├╝r ├Âffnete und die Au├čenwelt betrat. Fast schien es, als peitschten die Wellen gegen das Geb├Ąlk. Salzig schmeckt der Wind. Der Spuk war nach kurzer Zeit vorbei und nun ├╝bernahm einzig der Sonnenwind die Kontrolle. Also flux Teewasser aufgesetzt, die kurze Hose angezogen, die traditionell bejeansten Albinobeine mit der gestern noch erworbenen Sonnenmilch eingespr├╝ht und mit dem Br├╝hgetr├Ąnk ein Sitzmobiliar eingenommen. Der Tag kann reifen.

Von TXL nach TLV

Lesedauer: etwa 3 Minuten

Eine seltsame Stimmung macht sich breit: Es ist der erste sonnige Tag seit langem in Berlin, ich muss zum ungewohnten Gate B20 in Tegel und bereits vor der Sicherheitskontrolle meinen Pass zeigen. Ich habe einen freien Platz neben mir im Flugzeug, obwohl durch die Lautsprecher gesagt wurde, dass wir ausgebucht sind. Vor mir liegt eine vierw├Âchige Reise ins Ungewisse. Ein Teller Viev.