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Die grüne Hölle – Caldeirão Verde

Viel wurde im Vorfeld des Urlaubs geraten: „Ihr müsst in den grünen Kessel!“ — „Da gibts einen Wanderweg zu einem Wasserfall mitten im Grünen, da müsst ihr unbedingt hin.“ oder „Levada-Wanderung? Ja, geht in die Queimadas!

Nun, es wurde getan. Doch niemand sagte vorher, dass es 7,5 km Hin- und ebensolcher Rückweg ist. Wie dem auch sei: Der Wegweiser hatte vorher ein Motivationstraining besucht und nach wenigen Minuten schon „6.8 km a Caldeirão Verde“ angezeigt, was die Wandersleut frohen Mutes ließ, den Weg im Nullkommanix zu absolvieren. Doch es zog sich. Durch Schlucht und Tunnel, über Stock und Stein, immer der Levada entlang, welche glücklicherweise – des Ureinwohners Klugheit sei Dank – kein großes Gefälle aufwies. Immer entgegenkommenden Mitstreitern ausweichend, denn an manchen Stellen ist der Weg an den Levadas keine 50 cm breit.

Centro Cívico in Ponta do Pargo

Der westlichste Punkt der Insel Madeira befindet sich in Ponta do Pargo. Der Ausblick des Miradouros allein ist schon eine Reise dahin wert — doch Architekturfans werden jedoch ein anderes Objekt in diesem kleinen Dorf wesentlich spannender finden: Das Centro Cívico.

Unterhalb der Kirche Sao Pedro gelegen wurde es für 8 Millionen Euro errichtet und am 12. September 2006 eingeweiht. Es beherbergt die Gemeindeverwaltung, ein kleines Gesundheitszentrum sowie weitere soziale Einrichtungen. Erstaunlich jedoch ist, dass Ponta do Pargo keine 1.000 Einwohner hat, das Zentrum jedoch ziemlich großzügig und raumgreifend den Ort prägt. Kann man mögen oder nicht – für mich als Architekturfan jedoch ziemlich faszinierend.

Mercado dos Lavradores, Teil I: Die Fischhalle

Der Mercado dos Lavradores (Bauernmarkt) in Funchal ist DER Treffpunkt der Einheimischen und Besucher. Er beherbergt neben zahlreichen Blumen-, Obst- und Gemüseständen – später dazu mehr – auch eine Fischhalle, bei dem die Händler ihre Ware anbieten wie z.B. den berühmten Peixe Espada Preta (Schwarzer Degenfisch), Thunfische, Oktopusse und Lapas (Muscheln). Geschäftiges Treiben mit kernigen Fischern, die vor den Augen des interessierten Publikums ihre Kunst zelebrieren.

Auf dem Weg zum Pico Ruivo

Der Pico Ruivo ist die höchste Erhebung Madeiras. Auf 1.862 Metern (das unten abgebildete Schild stammt aus dem Pleistozän, als der Berg noch einen Meter niedriger war) gibt die rote Spitze einen grandiosen Blick über die angrenzenden Gipfel und das madeirische Hochland – wenn man es erstmal über die Wolken geschafft hat. Denn am Anfang der Wanderung stand das Basislager in Achada do Teixeira komplett im Nebel, welcher sich dann mit zunehmender Höhe verflüchtigte.

Flugzeugwrack in Água de Pena

Unweit des Flughafen Madeiras – auf einer Nebenstraße in Água de Pena – befindet sich ein Objekt, welches dort nicht unbedingt zu vermuten wäre: Der Rumpf einer Nord Noratlas, ein militärisches Transportflugzeug der Zeit des Kalten Krieges aus französischer Produktion, von dem weltweit lediglich 425 Stück gefertigt wurden.

Das Flugzeug wurde am 13. November 1975 von der Frente de Libertação do Arquipélago da Madeira – einer rechten paramilitärischen Terroristenorganisation, die sich für die Unabhängigkeit Madeiras vom Festland einsetzten – abgeschossen. Und liegt seither dort herum. Und selbstverständlich musste ich da rein.