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5 Gründe, warum Marseille nicht »meine« Stadt ist. Oder vielleicht doch.

Ich verbrachte diese Woche ein paar Tage in Marseille. Und was hat man nicht schon alles von dieser Stadt gehört: »Klein-Paris«, »Perle des Mittelmeers«, »Schmelztiegel der Kulturen«. Also buchte ich einen günstigen Flug und eine zentral gelegene Airbnb-Wohnung wenige Minuten entfernt von dem zentralen Ort, dem Vieux Port. Da ich mich traditionsgemäß wenig auf die Orte vorbereite, die ich besuche, ging es also gleich nach der Ankunft auf Erkundungstour, bei 35° Celsius – es konnte schließlich niemand ahnen, dass es im Sommer an der Mittelmeerküste warm würde.

Nach etwa zwei Stunden machte sich eine erste Ernüchterung breit: Wo ist denn diese Perle? Und wo ist denn diese typische Mittelmeeratmosphäre mit Fischern, lauschigen Bars und der Flaniermeile am Wasser? Vielmehr fand ich gehetzte Menschen, leere Cafés und Sicherheitspersonal in martialischen Outfits und Maschinengewehren vor. Ich war offenbar in einem anderen Marseille gelandet, als es landläufig kolportiert wird.

Warum ich nie so richtig warm mit dieser Stadt wurde und was sie dennoch äußerst reizvoll macht, möchte ich kurz schildern.

Akademie der Wissenschaften, Riga

Unweit der Altstadt und noch unweiter der Markthallen streckt sich ein vertrautes Gebäude in den Himmel empor. Doch halt, wir sind hier weder in Moskau noch in Warschau. Auch Riga besitzt einen sog. „Stalinfinger“, nur in klein.

Auf 108 Metern beherbergt das Hochhaus der Wissenschaftsakademie die Lettische Akademie der Wissenschaften sowie Sendeanlagen. Für einen schmalen Taler fährt man bis zum 14. Stockwerk, erklimmt zwei weitere Etagen treppauf und wird – je nach Wetter – mit einem fantastischen Blick über Riga belohnt. Je nach Wetter wohlgemerkt.

Riga im März

Riga im März. Da ist die Gefahr durchaus vorhanden, nicht das allerbeste Wetter zu erwischen. Was mich selbstverständlich nicht davon abhielt, trotzdem ein paar Eindrücke zu schießen.

Hotel Intercontinental und Bank-Austria-Gebäude

Ernst & Young-Gebäude Warschau

Ich besuchte 2006 Warschau schon einmal für ein paar Tage, die Stadt blieb mir jedoch aufgrund des trüben herbstlichen Wetters in schlechter Erinnerung. Das vergangene Wochenende sollte nun dazu genutzt werden, meine bislang negative Wahrnehmung zu verbessern. Viele spannende und eindrucksvolle Impressionen sind haften geblieben und werden in den kommenden Tagen auf diesem Blog sukzessive veröffentlicht.