Posts in Category: Industrie

Falkirk Wheel

Ein ingenieurstechnisches und architektonisches Highlight befindet sich in der Nähe der Stadt Falkirk: Das Falkirk Wheel. Es hebt und senkt auf 24 Metern bedürftige Boote zwischen den Flüssen Clyde und Forth – die direkte Schiffsverbindung zwischen Glasgow und Edinburgh – und ist in dieser Konstruktion einmalig auf der Welt.

Flughafen BER

Mit ähnlicher Verspätung wie die geplante Flughafeneröffnung Berlins habe ich eine längst vergessene Fotostrecke in meinen Bilderkatalogen gefunden, die – Potzblitz und Schneegestöber – noch gar nicht veröffentlicht wurde. Den Tag der offenen Tür des BER im September 2013. Historische Bildaufnahmen…

Seilbahn Funchal–Monte

Mitten durch Funchal zieht sich eine Seilbahn (Teleférico Funchal), deren Talstation sich in der Altstadt befindet und auf 3.200 Metern hinauf bis nach Monte – einem kleinen noblen Vorort – führt.

Von 1893 bis 1943 transportierte die Einwohner und Besucher zunächst eine dampfbetriebene Zahnradbahn, die Caminho de Ferro do Monte, ehe diese kriegsbedingt eingestellt wurde. Erst 1999 wurde mit dem Bau der jetzigen Seilbahn begonnen, die Eröffnung erfolgte ein Jahr später. Die Stützen mussten mitten in die städtischen Strukturen integriert werden, so dass die Gondeln auf dem Weg nach Monte dicht an bewohntem Gebiet vorbeifahren.

Flughafen Madeira

Architektonisches und vor allem ingeneurstechnisches Highlight ist der Airport Santa Catarina, der einzige Flughafen Madeiras. Er feiert 2014 sein 50jähriges Bestehen und bestand zur Eröffnung 1964 zunächst aus einer 1.600 Meter langen Start- und Landebahn. Bis zum Jahr 2000 wurde die Piste auf 2.777 Meter verlängert. Und jetzt kommt’s: Um die Verlängerung realisieren zu können wurden bis zu 120 Meter lange Betonpfeiler als Stützpfeiler in die Erde und den Meeresboden gerammt, um darauf dann die Betonpiste zu gießen. Äußerst eindrucksvoll – nicht nur für mich, sondern wohl auch für Menschen, die sich damit auskennen: Denn das Bauwerk erhielt 2004 den „Outstanding Structure Award“ der IABSE (International Association for Bridge and Structural Engineering).

Flugzeugwrack in Água de Pena

Unweit des Flughafen Madeiras – auf einer Nebenstraße in Água de Pena – befindet sich ein Objekt, welches dort nicht unbedingt zu vermuten wäre: Der Rumpf einer Nord Noratlas, ein militärisches Transportflugzeug der Zeit des Kalten Krieges aus französischer Produktion, von dem weltweit lediglich 425 Stück gefertigt wurden.

Das Flugzeug wurde am 13. November 1975 von der Frente de Libertação do Arquipélago da Madeira – einer rechten paramilitärischen Terroristenorganisation, die sich für die Unabhängigkeit Madeiras vom Festland einsetzten – abgeschossen. Und liegt seither dort herum. Und selbstverständlich musste ich da rein.

Rappbode-Talsperre

Mit 106 Metern ist die Rappbode-Talsperre die höchste seiner Art in Deutschland. Von der Krone hat man einen wunderbaren Blick auf den Rappbodestausee und die Harzer Gehölze. Notiz am Rande: Wer auf den Klang aufheulender Motoren abfährt, stellt sich in den angrenzenden Tunnel und wartet darauf, bis wieder einer aus der Moped-Gang hindurch fährt. Denn es scheint in der Natur der Biker zu liegen, auf überdachten Straßen alle Geräusche der Maschine entlocken zu wollen.

FDGB Erholungsheim »Fritz Heckert«

Mitten im Harzer Wald befindet ein tolles Objekt für Fans von Lost Places: Ein verlassenes FDGB-Erholungsheim.

Das Heim wurde 1952 gebaut und zwei Jahre später eingeweiht. Es bot 147 Gästen in 85 Zimmern Platz und wurde ganzjährig genutzt. Inmitten des Waldes nahe Gernrode wurde den Besuchern wohl allerhand geboten. Jedenfalls gab es neben den obligatorischen Klubräumen auch eine Bibliothek, großzügige Speiseräume, eine Bibliothek sowie Einrichtungen zur sportlichen Ertüchtigung. 1970 wurde das Objekt um ein Bettenhaus erweitert, womit die Kapazität auf etwa 300 Besucher aufgestockt wurde.

Nach der Wende wurde das Objekt nicht mehr genutzt und fristet nun ein einsames Dasein. Erstaunlicherweise ist es weder abgezäunt noch weitgehend durch Vandalismus zerstört. Wahrscheinlich dem glücklichen Umstand geschuldet, dass es von der Bundesstraße nicht einsehbar ist.