Posts in Category: Architektur

Ponte 25 de Abril

Die Ponte 25 de Abril ist ein wahres Meisterwerk der Brückenbaukunst und prägend im Lissaboner Stadtbild. Nicht nur optisch, sondern auch auditiv. Je näher man ihr kommt, desto präsenter ist das allgegenwärtige Surren des Fahrbahnbelags, der u.a. aus einer Gitterkonstruktion besteht. Nicht nur deutlich in Cacilhas zu vernehmen, sondern selbstverständlich auch, wenn man unter ihr steht.

Von der Alfama zum Entdeckerdenkmal zu Fuß

Eine ambitionierte Aufgabe nahm ich mir an einem Tag in Lissabon vor: Ich wollte die Erfahrungslücke schließen und versuchen, unter der Ponte 25 de Abril hindurchzulaufen. Schließlich habe ich das bislang noch nie getan und wusste auch nicht, ob dies überhaupt möglich ist.

Also schnürte ich nach einem ausgedehnten Frühstück mit dem obligatorischen Pfefferminztee, einem Ei-Sandwich sowie einem Bola de Berlim meine Wanderschlüpfschuhe und begab mich auf den Weg.

MAAT

Wenn der letzte Lissabon-Besuch vor 2016 liegen sollte, wartet auf den Besucher eine neue Attraktion: Das Museu de Arte, Arquitetura e Tecnologia, kurz MAAT. Im Stadtteil Belém gelegen ist es vom gegenüberliegenden Ufer nur erahnbar. Denn es fügt sich nahtlos in die flache Uferlinie ein, ist dennoch nicht minder spektakulär.

Highlight ist neben der geschwungenen Wellen-Konstruktion das begehbare Dach, von dem man nicht nur einen grandiosen Blick auf den Tejo, sondern auch direkten Zugang zum – durch die Bahn abgeschnitteten – dahintergelegenen Bélem hat. Und mit Glück erstreckt sich auch ein Regenbogen über den Stadtteil. Aber nur mit Glück.

Pompeji im Regen

Wenn einer eine Reise nach Neapel tut, dann muss er auch Pompeji erleben. Und so schwang ich meine Hufe in Richtung Bahnhof Garibaldi, um für einen schmalen Taler die versunkene Stadt am Fuße des Vesuvs zu besuchen. Versunken? Stimmt gar nicht, denn die einst verschüttete Stadt wurde knapp 1700 Jahre nach Ausbruch des Vulkans wieder freigelegt. Und nochmal knappe 250 Jahre später dem Touristen, der sich nun gemeinsam mit Archäologen die Stadt teilt.

U-Bahnhöfe Neapels

Die Metropolitana di Napoli ist das U-Bahn-Netz Neapels. Wobei der Begriff Netz übertrieben ist, besteht sie doch nur aus bislang einer richtigen Linie, der – man mag es kaum glauben – Linie 1. Zwischenzeitlich gab es noch die Linie 6. Diese wurde für die Fußball-WM 1990 geplant, doch aus Geldmangel nicht wirklich in Betrieb genommen wurde. 2011 wurde die Linie wieder eingestellt.

Neapel sehen…

Neapel ist ein Paradies, jedermann lebt in einer Art von trunkner Selbstvergessenheit. Mir geht es ebenso, ich erkenne mich kaum, ich scheine mir ein ganz anderer Mensch.“ — So beschrieb es einst schon Herr Goethe auf seiner Italienreise, wo er 1787 in der süditalienischen Stadt Halt machte. 231 Jahre später wollte ich es ihm gleichtun. Goethe hatte damals keine Billigflieger zur Verfügung. Es kann also mit Fug und Recht behauptet werden, dass ich einen klaren Zeitvorteil ihm gegenüber hatte: Goethe blieb schließlich auch 13 Tage in der Stadt und ich nur 5.

Feierabend in Kiew

Was würde geschehen in einem Land, dessen Sprache du nicht sprichst, weil du sie noch nicht mal lesen kannst? In einem Land, das vom Rest der EU abgeschnitten ist, in der Außenwirkung von Krisen, Korruption und Kälte geprägt ist. Wo es kein bequemes EU-Roaming gibt, um mal schnell auf Google Maps den aktuellen Standort oder Restauranttipps zu checken. Versuch macht kluch, also musste buchte ich den Fluch Flug! Off to Kiev. Das Abenteuer begann.